Projekt Baldios

1. Kapitel: der Fund

Im Frühjahr 2003 beschloss Nuno, dass es Zeit ist, ein Grundstück zu finden, um ein Haus zu bauen. Wir setzten uns an einem Sonntag in seinen Volkswagen Caddy und fuhren los.
Für ein gutes Klima muss man auf die Südseite des Flusses Tejo fahren. Palmela schien eine gute Zone zu sein. Nachdem wir aber entdecken mussten, dass das Gebiet um Palmela schon überbevölkert ist, schlug ich vor, nach Osten in Richtung Évora zu fahren (ein Gebiet, dass wir noch nicht gut erforscht hatten).
Auf dem Bild ist Palmela mit 1 markiert, Safira mit 2, das rosarote Kreuz ist Baldios.

In Safira sind wir von der Hauptstrasse IP 2 abgebogen, um von der Strasse abgelegene Grundstücke zu finden. Die Strasse verwandelte sich sehr bald in einen Feldweg, der durch dichte Olivenbaumbestände führte. Nach einer Weile fanden wir nur verlassene Höfe vor, es war etwas unheimlich.

Der Weg wurde immer schwieriger und als wir auf einen funktionierenden Hof stiessen, fragten wir nach Safira. Die Antwort war, immer dem Weg zu folgen. Nach einer ganzen Weile (der Weg war ein zerfurchter, feuchter Schlammweg, den eigentlich nur ein Geländewagen passieren konnte) passierten wir dann ein Dörfchen, in dem wir aber nicht anhielten.
Land zu kaufen

Noch eine ganze Weile quälten wir uns voran, die Bepflanzung hatte Eukalyptusbäumen platz gemacht. Dann öffnete sich plötzlich der Eukalyptuswald. Wir waren in Baldios angekommen, wussten aber zu der Zeit noch nicht, wie diese Zone hiess.

Nach dem dunklen Wald und dem langsamen Vorankommen schienen wir im Paradies angekommen zu sein, es war Frühjahr und alles war grün und saftig, die Vögel sangen.

Und sogar ein Grundstück zu verkaufen! Wir stiegen aus um uns die Gegend anzusehen, und Luft zu schnappen. Die Luft war sehr angenehm, obwohl es noch kühl war.
Wir notierten die Nummer und wollten nach Belas zurückkehren. Wir wollten nicht den gleichen Weg zurückfahren, auch da wir wissen wollten, wo wir nun überhaupt waren. Also folgten wir der geteerten Strasse. Auf dem Weg sahen wir viele Singvögel und Störche. Als wir wieder auf eine Hauptstrasse stiessen, sah sich Nuno nach dem Schild um, und meinte, dass es ja nun wirklich Baldios sein musste! Baldios heisst verlassenes Land oder Einöde. Wir fuhren über Montemor-o-Novo zurück.

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